Wie gehen Sie mit renitenten Mitarbeitern um?
Ganzheitlichkeit in der Aufgabengestaltung

Renitente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können eine große Herausforderung für Führungskräfte sein. Doch statt sich über diese zu ärgern, sollten Sie die Chance nutzen, eine positive Veränderung zu bewirken. Denn nur wenn Sie sich aktiv mit ihnen auseinandersetzen, können Sie das volle Potenzial ihres Teams entfalten. 

Wenn Sie renitentes Verhalten ignorieren oder einfach akzeptieren, riskieren Sie negative Auswirkungen auf die Leistung und Motivation Ihrer Mitarbeitenden, was sich auch auf den Erfolg Ihres Teams und Unternehmens auswirkt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie als Führungskraft Verantwortung übernehmen und sich diesen Herausforderungen stellen. In diesem Blogbeitrag zeigen ich Ihnen, wie Sie mit renitenten Mitarbeitern umgehen und wie Sie das Beste aus ihnen herausholen.

Renitente MitarbeiterInnen – Schaffen Sie Verständnis für die Hintergründe

Wenn Sie es mit renitenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu tun haben, kann das zu einer großen Herausforderung werden. Doch bevor Sie sich mit konkreten Strategien und Techniken auseinandersetzen, ist es wichtig zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken kann. Oftmals handelt es sich um unerfüllte Bedürfnisse oder Erwartungen seitens des Mitarbeiters. Das kann beispielsweise ein Mangel an Anerkennung, Wertschätzung oder Perspektiven sein. Vielleicht fühlt sich der Mitarbeiter auch unterfordert oder überlastet und sieht keinen Ausweg. Es kann aber auch sein, dass sie oder er Schwierigkeiten hat, sich in die Unternehmenskultur einzufügen oder Konflikten aus dem Weg zu gehen. Es liegt in Ihrer Verantwortung als Führungskraft, das renitente Verhalten zu ergründen und mit Ihrem Mitarbeiter in einen offenen Dialog zu treten. Gehen Sie in einem Gespräch auf die Metaebene und klären grundsätzlich das Verhalten, losgelöst von einem konkreten Fall. Nur so können Sie gemeinsam eine Lösung finden und das Vertrauen und die Zufriedenheit des Mitarbeiters zurückgewinnen.

Wie man mit renitenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht

Renitente Mitarbeiter sind eine Quelle für InnovationKommunikation ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Umgang mit renitenten Mitarbeitern. Es ist entscheidend, dass Sie respektvoll kommunizieren, um eine positive und produktive Arbeitsumgebung zu schaffen. Beginnen Sie damit, dem Mitarbeiter zuzuhören und zu verstehen, warum sie oder er oft Widerstand leistet. Fragen Sie nach den Perspektiven und Sichtweisen. Beziehen Sie die Mitarbeiter aktiv in die Problemlösung ein und zeigen Sie Verständnis für ihre Standpunkte. Vermeiden Sie es, Vorwürfe zu machen oder belehrend zu sein. Verwenden Sie eine klare und konkrete Sprache sowie positive Verstärkung, um den Mitarbeiter dazu zu ermutigen, seine Leistung zu verbessern. Wenn es um schwierige Themen geht, sollten Sie darauf achten, Nachrichten in einer professionellen und respektvollen Art und Weise zu übermitteln und nicht persönlich zu werden. Durch eine gute Kommunikation können Sie das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und sie motivieren, ihr Bestes zu geben.

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Wie man Konflikte vermeidet oder entschärft

Konflikte und renitente Mitarbeiter bieten große ChancenKonflikte im Arbeitsumfeld sind keine Seltenheit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können mitunter renitent reagieren und dadurch für Missstimmung sorgen. Doch wie geht man am besten mit solchen Situationen um? Eine wichtige Methode ist die Deeskalation. Durch gezielte Gesprächsführung und Verhaltensweisen können Sie dabei helfen, Konflikte zu vermeiden oder zu entschärfen. Wichtig ist, dass Sie auf den Gesprächspartner zugehen und auf ihn eingehen. Versuchen Sie, die Perspektive des Anderen nachzuvollziehen und sich in seine Lage zu versetzen (empathisches Zuhören). Auch eine ruhige und sachliche Kommunikation kann helfen, eine drohende Eskalation abzuwenden. Eine weitere Technik ist, das Gesprächsklima zu verbessern, indem Sie positive Aspekte hervorheben und Lösungen suchen. Besonders wichtig ist, dass Sie nicht den Kontakt abbrechen, sondern im Dialog bleiben. So gewinnen Sie langfristig das Vertrauen des Mitarbeiters und schaffen eine Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit.

Grenzen setzen: Warum klare Regeln wichtig sind und wie man sie durchsetzt

Grenzen setzen ist ein wichtiger Aspekt im Umgang mit renitenten Mitarbeitern. Denn klare Regeln und Grenzen geben Struktur und Orientierung. Wenn Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, wo ihre Grenzen liegen, können sie besser entscheiden, wie sie ihre Aufgaben erledigen und welche Entscheidungen sie treffen müssen. Dabei geht es nicht nur um das Einhalten von Vorschriften, sondern auch um die Umsetzung von internen Unternehmenswerten und -zielen. Da, wo es möglich ist, entwickeln und vereinbaren Sie Regeln gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden. Außerdem schauen Sie sich die geltenden Regeln regelmäßig an, ob sie noch gelten müssen und schaffen Sie ggf. unnötige Regeln ab. Lieber weniger Regeln, deren Umsetzung aber konsequent verfolgen.

Aber wie setzt man klare Regeln und Grenzen durch? Es ist wichtig, dass Sie als Vorgesetzte oder Vorgesetzter eindeutige Erwartungen formulieren und diese transparent kommunizieren. Dabei sollten Sie auch auf die Einhaltung der Regeln achten und bei Verstößen konsequent handeln. Indem Sie klare Konsequenzen aufzeigen, wird Ihren Mitarbeitern bewusst, dass sie sich nicht alles erlauben können. Doch auch bei der Durchsetzung der Regeln sollten Sie stets fair und respektvoll bleiben. Denn nur so können Sie das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter gewinnen und Ihre Autorität als Führungskraft stärken. Außerdem sollten auch Sie selbst sich unbedingt an die Regeln halten.

Wie man renitente Mitarbeiter motiviert

Renitente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schwer zu führen.Um renitente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und wieder in die Spur zu bringen, braucht es eine individuelle Herangehensweise. Jeder Mensch hat unterschiedliche Beweggründe für sein Verhalten und es gilt, diese zu erkennen und anzusprechen. Eine Möglichkeit ist, herauszufinden, was den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin antreibt und was ihm oder ihr wichtig ist. Vielleicht haben sie sich im Job festgefahren und brauchen eine neue Herausforderung oder sie fühlen sich nicht ausreichend wertgeschätzt und benötigen mehr Feedback. Indem Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen und sie in Entscheidungen und Prozesse einbinden, können Sie ein Gefühl von Wertschätzung und Teilhabe vermitteln. Auch regelmäßiges Feedback und Anerkennung können die Motivation steigern.

Es ist wichtig, nicht nur Kritik zu äußern, sondern auch Erfolge zu würdigen. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, ein gemeinsames Ziel oder eine Vision zu definieren, an der alle Beteiligten arbeiten und die ein gemeinsames Interesse verfolgt. Wenn es gelingt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Vision zu begeistern und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihre Arbeit einen echten Beitrag leistet, steigert dies die Motivation und das Engagement.

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen eine konfrontative Herangehensweise notwendig ist, um eine Verhaltensänderung zu erreichen. Hier kann ein externer Coach oder eine Fortbildung helfen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt zu schulen und ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Letztendlich ist es wichtig, ein offenes Ohr und eine positive Einstellung.

Ein Tipp für den Einzelfall resultiert aus den Neurologischen Denk- und Motivationsstrategien. In der Motivationskonformität betrachten wir gehorsam und renitent. Renitente Mitarbeiter haben eine entsprechende Motivationsstrategie, die zunächst immer erst einmal für Widerstand sorgt. Dieser Widerstand ist eine synaptische Autobahn im Kopf des Mitarbeitenden. Und diese Autobahn können Sie für die fallsweise Lösung nutzen. Stellen Sie dem Mitarbeitenden gegenüber in Frage, dass er es schafft eine bestimmte Aufgabe zu übernehmen: „Du hast gerade echt viel zu tun und ich weiß gar nicht, ob ich Dich bitte sollte, bis Montag noch diese Übersicht anzufertigen.“ Warten Sie danach die Reaktion des renitenten Mitarbeiters ab. In der Regel wird er sich an der Ehre gepackt fühlen und die Aufgabe erledigen.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass renitente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwar eine Herausforderung darstellen, jedoch auch eine Chance bieten. Indem Sie diese Situation als eine Gelegenheit betrachten, um zu lernen und Ihre eigene Leadership-Kompetenz zu erweitern, können Sie langfristige Verbesserungen im Umgang mit schwierigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickeln. Es ist wichtig zu erkennen, dass die Ursachen für renitentes Verhalten oft komplex sind und dass es Zeit und Geduld erfordert, um diese zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Indem Sie Kommunikation als Schlüssel sehen und Deeskalationstechniken sowie klare Regeln und Motivationsmaßnahmen einsetzen, können Sie nicht nur den Konflikt lösen, sondern auch das Vertrauen und die Zufriedenheit stärken. Schließlich sollten Sie daran denken, dass renitente Mitarbeiter auch aus einem bestimmten Grund in Ihrem Team sind. Vielleicht verfügen sie über Fähigkeiten oder Erfahrungen, die für das Unternehmen von unschätzbarem Wert sind. Indem Sie in diese Mitarbeiter investieren und ihnen helfen, sich zu entwickeln, können Sie nicht nur Ihre Leistung steigern, sondern auch eine positive Unternehmenskultur fördern.

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