
Veränderung positiv initiieren
Veränderung ist immer ein Kampf gegen die Beharrungstendenzen der Mitarbeitern eine Herausforderung für Führungskräfte mittlerer Führungsebenen. Im Interview zeigt eine erfahrene Führungskraft, wie es gelingen kann.
Der Rosenthal-Effekt beschreibt ein Phänomen, das schnell in eine esoterische Ecke geschoben wird. Doch die Neurowissenschaften bestätigen heute den Effekt und machen ihn damit für Leadership anwendbar. Damit verbunden ist aber auch eine schmerzliche Erkenntnis. Doch deren Überwindung führt zu High-Performance-Teams.
Würdest Du in einem Unternehmen ein neues Team übernehmen, das Du bisher nicht kennst und würde man Dir sagen, dass die Mitarbeiter alle – ohne Ausnahme – Top-Leister und hoch intelligent sind, würden sich die Mitarbeiter genau dahin entwickeln, was Du von ihnen annimmst. Konkret:
Man hat an einer Schule den zuständigen Lehrern nach einem Intelligenz-Test gesagt, dass man die intelligentesten Schüler in die Klasse 5a versetzt hat, die übrigen wurden auf die anderen parallelen fünften Klassen verteilt. Nur die Lehrer wussten das. Nach einem Schuljahr stellte man fest, dass die Klasse 5a nicht nur überdurchschnittliche Leistungen, Zensuren und Lernfortschritte gemacht hat. Auch der Intelligenz-Quotient nahm überdurchschnittlich zu. Da die Schüler der 5a nichts von ihrer angeblichen überdurchschnittlichen Intelligenz wussten, konnte es nur an den Lehrern liegen.
Und: Man hat die Lehrer belogen. Die Schüler wurden über alle Klassen gleichverteilt. Objektiv waren nicht die intelligentesten in der 5a.
Dieser von Robert Rosenthal entdeckte Effekt, der auch Pygmalion-Effekt oder Versuchsleitereffekt genannt wird, beschreibt, dass die Vorannahme einer (im weitesten Sinne) Führungsperson sich auf deren Verhalten und damit auf die Reaktion der Schüler, Versuchspersonen oder auch Mitarbeiter auswirkt.
Leadership Training
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Vor Jahren sagte mir der Leiter einer Fach- und Publikumsmesse: Herr Hein, wir haben zwar ein schwieriges Umfeld. Aber wir bereiten die beste Ausstellung aller Zeiten vor und wissen schon jetzt, dass es ein voller Erfolg wird. Wir erzählen uns im Team unsere Erfolgsgeschichten und wir wissen, dass jeder im Team sein Bestes gibt.
Gerne frage ich Führungskräfte: Hast du auch so eine Klasse 5a? Sobald Du davon überzeugt bist, dass Du ein High-Performance-Team hast, wird es sich innerhalb weniger Monate dahin entwickeln. Deine Mitarbeiter werden Dir das beweisen.
Es ist natürlich sehr schmerzhaft, wenn der Rosenthal-Effekt behauptet, dass Dein Bild von Deinen Mitarbeitern in Deinem Kopf und Deine Vorannahme über das Leistungsverhalten Deiner Mitarbeiter entscheiden. Daraus ließe sich sofort ableiten: Wenn Du ein schwaches Team hast, liegt es an Deinen Gedanken. Wenn Du ein starkes Team hast, dann auch. Das heißt, Du bist schuld?
Ich finde die Schuldfrage immer nicht sonderlich hilfreich. Aber wenn Du die Verantwortung für Dein Team übernimmst, ein starkes, verlässliches und engagiertes Team haben möchtest, solltest Du auch darüber nachdenken, wie Deine Gedanken über das Team sind. Ein Beispiel:
Wenn Du voll tiefster Überzeugung bist, dass die junge Generation arbeitsscheu und destruktiv ist, dann findest Du dazu in den Medien mit Sicherheit genügend Bestärkungen. Und je stärker diese Überzeugung in Dir wird, umso mehr wird die junge Generation Dir genau das beweisen.
Ich habe übrigens diese Überzeugung nicht. Und ich sehe ständig junge Leute, die wirklich großartiges leisten.
Nein, Du bist nicht schuld am Verhalten Deiner Mitarbeitenden – aber Du kannst darauf Einfluss nehmen. Dazu möchte ich Dir die Frage stellen: Wie sieht Dein Team in 12 Monaten aus? Wie arbeiten die Leute miteinander, wie engagiert sind sie? Welche Krankenquote gibt es in Deinem Team? Wieviel Innovation ist entstanden, wie ist die Fehlerquote und vieles mehr.
Die schmerzliche Wahrheit ist, dass Du es in der Hand hast. Ob Du ein High-Performance-Team oder ein Looser-Team hast, hast Du in der Hand. Ob Du eine Krankenquote von 8 Prozent oder von 3 Prozent hast, hast Du in der Hand.

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Impulse für exzellente Führungskräfte.
2 Gedanken zu „Die schmerzliche Wahrheit des Rosenthal-Effekts“
Vielen Dank Marcus für deinen Beitrag zur positiven und humanistischen Haltung allen Menschen gegenüber. Ich kann aus meinem Führungsalltag den Rosenthal Effekt nicht empirisch belegen, aber aus den gesammelten Erfahrungen voll bestätigen. Ich nutze gerne die Theorie x vs Theorie y von Douglas McGregor. Bei physisch-psychischer Gesundheit vorausgesetzt, streben Menschen nach Selbstentfaltung, sind intrinsisch motiviert und vor allem – wollen leisten. Nur unangepasste Strukturen erzeugen das Gegenteil.
An alle die das hier lesen“ …fangt einfach an euer Menschenbild mit eurer tiefen inneren Haltung entsprechend anzupassen, ihr werdet Wunder erleben – und nicht nur im Kontext von Arbeit“.
Vielen Dank, lieber Bernd, für den freundlichen und wertschätzenden Kommentar. Ja, Wunder in Aussicht stellen, ist nicht übertrieben. Das erlebe ich auch immer wieder.