
Burnout bei Führungskräften: Warum gerade die Engagiertesten gefährdet sind
Warum gerade engagierte Führungskräfte besonders gefährdet sind auszubrennen und warum das häufig mit einem falschen Führungsverständnis beginnt.
Mitarbeiter sind motiviert, wenn sie entweder kreativ sein oder Prozessen folgen können. Wir sprechen von prozedural und optional. Oft wirken Mitarbeiter unmotiviert, wenn sie nicht ihrer eigenen Denk- und Motivationsstrategie folgen können. Dazu mehr in diesem Beitrag.
Menschen mit einer prozeduralen Denk- und Motivationsstrategie folgen gerne vorgegebenen Prozessen. Sie denken in logischen Abfolgen. Ihre Sprache verrät es: Sie erzählen die Geschichte in einer streng chronologischen Reihenfolge. Oder Sie nennen Argumente in einer sachlich-logischen Reihenfolge. Prozedurale Mitarbeiter sind an dem Wie interessiert. Sie bringen Dinge zu Ende. Man kann sie aber nicht dazu bringen, Regeln zu brechen.
Optional motivierte Menschen sind die kreativen Köpfe. Sie denken in Alternativen, haben neue Ideen oder erfinden sehr gerne Prozesse. Allerdings folgen sie diesen bzw. vorgegebenen Prozessen nicht oder nur sehr widerwillig. Sie bringen meist Projekte nicht zu Ende, weil sich vor dem Ende andere Möglichkeiten und Optionen ergeben.
Fragen Sie einen Mitarbeiter, warum er sich für ein bestimmtes Thema interessiert, wird der prozedurale mit dem Wie antworten. Er will nicht nur wissen, wie etwas funktioniert, sondern er dekodiert in seinem Gehirn das Warum zu einem Wie. Er denkt in Strukturen, Prozessen und Abläufen. Sein Schreibtisch ist sehr aufgeräumt und seine Mitschriften sehr strukturiert.
Der optionale Mitarbeiter beantwortet das Warum mit unsortierten Kriterien und Gründen. Wenn sie ihn nach dem Wie fragen, übersetzt sein Gehirn das in das Warum. Er mag es, kreativ zu sein oder alternative Lösungen bei Problemen zu finden. Sein Schreibtisch ist eher chaotisch, seine Mitschriften wirken wirr.
Hier gibt es nur eine richtige Antwort: Geben Sie dem Mitarbeiter die zu ihm passende Aufgabe. Handelt es sich um eine kreative Aufgabe, ist der optional denkende Mitarbeiter richtig. Handelt es sich um Aufgaben, die Schritt für Schritt verlässlich und bis zum Ende abgearbeitet werden müssen, ist der prozedural denkende Mitarbeiter richtig.
Der Optionale kann sich auch an Prozeduren halten. Allerdings fällt es ihm extrem schwer und er lässt sich nur zu leicht vom Weg abbringen. Der Prozedurale kann aber nicht kreativ sein. Oft wirken diese Mitarbeiter mangels Prozedur unmotiviert. Dabei fehlt ihnen einfach nur eine Idee (optional), wie sie vorgehen können.
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Aus meiner Sicht ist diese Denk- und Motivationsstrategie für das Motivationsniveau extrem entscheidend. Führungskräfte, die das nicht einordnen und entsprechend steuern können, verlieren oft wertvolle Power ihrer Mitarbeiter.

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1 Kommentar zu „Prozedural vs. Optional – Warum einige Mitarbeiter unmotiviert wirken?“
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