
Das SCARF-Modell und Neurologische Führung
Führungskräfte mit High Performance Teams führen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effektiv und effizient. Ein Ansatz, der dabei hilft, ist das SCARF-Modell. SCARF steht für Status, Gewissnheit, Autonomie, Beziehung und Fairness. Dieser Artikel erläutert das Modell und erklärt, wie Führungskräfte die Erkenntnisse anwenden. Am Ende dieses Beitrags zeige ich, wie SCARF in die Neurologische Führung integriert

Mitarbeiter kalkulieren als Homo oeconomicus, welche Kosten (materiell und immateriell) sie haben und welchen Nutzen der Verbleib im Unternehmen hat. Das Unternehmen könnte das Entgelt erhöhen, das steigert den Nutzen. Oder der Mitarbeiter senkt seine (immateriellen) Kosten zum Beispiel im Rahmen seines Engagements. Beides würde zu einer Verbesserung der rationalen Mitarbeiterbindung beitragen. Muss der Mitarbeiter hingegen mehr arbeiten, weil andere KollegInnen häufiger krank sind, erhöht das die Kosten des Mitarbeiters und senkt damit die Schwelle hin zur (externen oder inneren) Kündigung.
In Seminaren diskutiere ich gerne mit den Führungskräften, was eine gute partnerschaftliche Bindung ausmacht. Auch da gibt es Krisen, Unverständnis, Konflikte. Dennoch hält man zusammen. Und wenn die Beziehung wirklich toll ist, ist es keine Kosten-Nutzen-Kalkulation. Manchmal ist es eine normative Bindung: “Wir bleiben zusammen, wegen der Kinder.” Oder es ist eine behaviorale Bindung: “Den ganzen Scheidungsstress. Und so schlimm ist es ja auch wieder nicht.”
Stärken sind das Produkt aus Wissen, Fähigkeiten und Talenten. Wir fragen also danach, was wir wissen, was wir können und was uns leicht fällt (= Talent).






