
Hierarchie und die Welt von New Work
In den Big Three der Psychologie kennen wir macht-, leistungs- und anschlussmotiviert. Ich bin überzeugt, dass Führungskräfte stärker macht-motiviert denken und handeln. Würden in New Work Hierarchien mehr und mehr wegfallen, gäbe es keine Positionen mehr für macht-motivierte Mitarbeiter. Stimmt das? Und wenn ja, was tun die dann? Machen die sich dann alle selbstständig?https://www.youtube.com/watch?v=e5-PbNMwJNEMeine Antwort

Vielleicht haben Sie selbst Kinder oder die Entwicklung von Kindern aus nächster Nähe beobachtet. Das Leben beginnt mit einer Zellteiligung – die Zelle wächst über sich hinaus. Und bei jeder gesunden Entwicklung wird sich dieser Prozess fortsetzen. Schon nach der achten Zellteilung spezialisieren sich die Zellen: Hautzelle, Gehirnzelele, Knochenzelle und so weiter. Sie entwickeln Expertise. Spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem die Schwangerschaft bekannt wird, freuen sich – in aller Regel – die Beteiligten. Da werden Kurse besucht, in Internet-Foren recherchiert und Bücher gelesen. Man unterhält sich mit anderen, erhält Ratschläge und will bloß alles richtig machen. Man geht zum Arzt und freut sich über jeden Fortschritt. Ultraschallbilder werden an die Kühlschranktür oder den Badezimmerspiegel gehängt, später fängt man an, die ersten Kleidungsstücke und Einrichtungen zu kaufen. Man richtet das Kinderzimmer ein und alle freuen sich. Man erzählt es jedem, ob er es hören will oder nicht.
Jetzt kommt der entscheidende Schritt, der alles anders macht: Das Kind kommt in die Schule. Jetzt werden Fehler thematisiert und angestrichen. Falsch, falsch, falsch steht am Rande des Tests, der Klassenarbeiten oder Klausuren. Schwächen werden identifiziert und durch Nachhilfeunterricht versucht zu kompensieren. Eltern und Lehrer suchen Fehlverhalten und finden es natürlich. Im Beruf setzt sich das dann ungehindert fort.






