
Mythos #5 – High Performance nur auf Kosten der Gesundheit
Viele Führungskräfte leben mit einem inneren Widerspruch: „Wenn wir richtig Gas geben, bleibt die Gesundheit auf der Strecke.“ Oder umgekehrt: „Wenn wir auf Gesundheit achten, leidet die Performance.“Dieser Mythos hält sich hartnäckig – und er kostet Unternehmen Milliarden. Denn er führt dazu, dass Leistung und Gesundheit als Gegensätze gedacht werden. Neurologisch betrachtet ist das falsch.KernaussagenDer

Mitarbeiter kalkulieren als Homo oeconomicus, welche Kosten (materiell und immateriell) sie haben und welchen Nutzen der Verbleib im Unternehmen hat. Das Unternehmen könnte das Entgelt erhöhen, das steigert den Nutzen. Oder der Mitarbeiter senkt seine (immateriellen) Kosten zum Beispiel im Rahmen seines Engagements. Beides würde zu einer Verbesserung der rationalen Mitarbeiterbindung beitragen. Muss der Mitarbeiter hingegen mehr arbeiten, weil andere KollegInnen häufiger krank sind, erhöht das die Kosten des Mitarbeiters und senkt damit die Schwelle hin zur (externen oder inneren) Kündigung.
In Seminaren diskutiere ich gerne mit den Führungskräften, was eine gute partnerschaftliche Bindung ausmacht. Auch da gibt es Krisen, Unverständnis, Konflikte. Dennoch hält man zusammen. Und wenn die Beziehung wirklich toll ist, ist es keine Kosten-Nutzen-Kalkulation. Manchmal ist es eine normative Bindung: “Wir bleiben zusammen, wegen der Kinder.” Oder es ist eine behaviorale Bindung: “Den ganzen Scheidungsstress. Und so schlimm ist es ja auch wieder nicht.”
Stärken sind das Produkt aus Wissen, Fähigkeiten und Talenten. Wir fragen also danach, was wir wissen, was wir können und was uns leicht fällt (= Talent).






